Die Kultur in Algerien ist sehr stark durch das Kulturerbe Arabiens beeinflusst wurden. Es gibt jedoch auch ein Erbe der so genannten berberischen Minderheit. So schreibt beispielsweise die Mehrheit der berberischen Autoren in Französisch oder Tamazight.
Die Arabisch-Berbische Kultur
Ab den 80ern kam es auch immer wieder zu starken Auseinandersetzungen der Berber mit der Zentralregierung. Bei diesen wurden viele der Berber durch die Gendarmerie umgebracht. Es kam zwar durch die Parlamentswahlen 2004 dazu, dass den Berbern Zugeständnisse gemacht wurden. Allerdings ist Berberisch auch heute noch keine Amtssprache in Algerien, was sehr viel ausmacht. Somit verfügt die Kultur in Algerien über zwei komplett unterschiedlich Tendenzen. Bis etwa zur zweiten Hälfte vom 20. Jahrhundert war es in Algerien vor allem so, dass das kulturelle Leben französisch geprägt war. Jedoch kam es bereits vor der Unabhängigkeit dazu, dass die arabisch-berberische Kultur wiederbelebt wurde. Ab dem Jahr 1962 wurde dies dann auch vom Staat unterstützt. Werden nun die Bibliotheken betrachtet, so steht die Bibliothek in der Hauptstadt an erster Stelle. Hier finden sich mehr als eine Millionen Bände, wobei sehr viele bedeutende darunter zu finden sind. Als wichtigste Museen von Algerien sind das ethnographische und prähistorische Museum zu nennen. Zudem gibt es ein Nationalmuseum der Antike, welches 1897 gegründet wurde und die Nationalgalerie, deren Gründungsjahr im 1930 war. In Algerien ist es allerdings bis heute so, dass die Tageszeitungen und auch alle anderen Medien durch den Staat kontrolliert werden. Somit kann nicht frei geschrieben werden auch kein freier Journalismus betrieben werden.
Sport
Die Kultur in Algerien wird natürlich auch durch den Sport beeinflusst. So gibt es beispielsweise 4 verschiedene Sportler, welche bisher eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen erreichen konnten. Obendrein war es Kabyle Rabah Madjer, welcher die Champions League als erster afrikanischer Fußballspieler gewinnen konnte. Dies war zwar mit dem FC Porto, aber es ist dennoch sehr bedeutend. Zudem konnte sich die Fußballelf Algeriens 2010 das dritte Mal für die WM qualifizieren. Insgesamt ist es so, dass die algerischen Fußballspieler seit den 30er Jahren eine sehr wichtige Rolle in Frankreich spielen. So spielten viele in der französischen Profiliga. Zinèdine Zidane beispielsweise war dreimaliger Weltfußballer und das als Nachkomme algerisch-kabylischer Einwanderer.
Bildungswesen
Auch das Bildungswesen zählt zur Kultur in Algerien oder beeinflusst diese zumindest. So wird die Ausbildung in der Schule von etwa 95 Prozent der Kinder wahrgenommen. An sich ist das Bildungssystem des Landes dem französischen Bildungssystem nachempfunden. Allerdings kam es nach der Unabhängigkeit direkt zu einer so genannten Arabisierung. Im Zuge dieser Arabisierung kam es dazu das auch immer mehr algerische Lehrer ausgebildet wurden und zudem auch arabisch sprechende ausländische Lehrer ins Land geholt wurden. Im Jahr 1976 kam es dann dazu, dass alle privaten Schulen geschlossen wurden und eine Schulpflicht eingeführt wurde. Diese geht über 9 Jahre. Für die weiterführende Ausbildung verfügt Algerien über neun Universitäten, wobei es sich bei zwei von ihnen um technische Hochschulen handelt. In Algier ist dabei die älteste Universität zu finden. Sie wurde bereits im Jahr 1879 gegründet. Obendrein gibt es in Algier aber noch zwei Universitäten.
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